Übung: „Meine digitale Präsenz"
| Thema | Digitale Präsenz online |
| Broschüre | Selbstdarstellung von Mädchen und Jungs im Internet (Thema 4) |
| Alter | ab der 7. Schulstufe |
| Unterrichtsfächer | Soziales Lernen, Sprachen |
| Digitale Grundbildung | Mediengestaltung, Digitale Kommunikation und Social Media, Sicherheit |
| Material | Arbeitsblatt „Meine Spuren im Netz“ |
| Vorbereitung | Recherchemöglichkeit für die SchülerInnen sicherstellen |
| Dauer | 2 UE + Hausübung |
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Arbeitsblatt_Meine_Spuren_im_Netz.pdf
( pdf | 7 MB )
Ziele
- Überblick über den eigenen Online-Auftritt erhalten
- Eigenes Medienverhalten reflektieren und anpassen können
Ablauf
Die Jugendlichen reflektieren anhand ihres Arbeitsblattes ihren eigenen Internet-Auftritt. Sie verschaffen sich einen Überblick darüber, wo sie überall zu finden sind und was alles zu ihrem Online-Image beiträgt.
Phase 1 - Recherche
Jede Schülerin bzw. jeder Schüler sucht nach sich selbst im Internet und versucht das Arbeitsblatt möglichst vollständig auszufüllen.
Phase 2 - Vergleichen und reparieren
Die SchülerInnen vergleichen nun ihre Ergebnisse untereinander und reflektieren so ihre eigene Internet-Präsenz:
- Was kann man voneinander lernen?
- Mit welchen Inhalten haben die SchülerInnen nicht gerechnet?
- Welche Bereiche waren besonders überraschend?
- Welche Lehren für die Zukunft können daraus gezogen werden?
Wichtig
Ein großer digitaler Fußabdruck bedeutet nicht automatisch etwas Schlechtes! Bedenklich ist nur, wenn die betroffene Person keinen Überblick darüber hat.
Link
Internet Ombudsstelle – Infos zum Umgang mit unerwünschten Fotos im Netz
Hintergrundinformation: Digitale Präsenz online
Jugendliche nutzen Soziale Netzwerke sehr unterschiedlich: Während die einen eher lesen und zuschauen, posten die anderen, was das Zeug hält. „Likes“ und „Herzchen“ entscheiden über Erfolg und Misserfolg.
Die verschiedenen Ausdrucksmöglichkeiten in Sozialen Netzwerken dienen immer auch der Selbstdarstellung. Darüber hinaus bieten sie reichlich Stoff, um sich mit anderen auszutauschen, Feedback einzuholen und manchmal auch zu streiten.
Postings
- kurze Texte, um zu beschreiben, was man gerade macht, wie man sich fühlt oder worüber man nachdenkt
- enthalten oft Insiderwissen
Fotos
- zeigen oft die eigene Person allein auf einem Selfie oder in einer Gruppe
- Urlaubsbilder, schöne Landschaften, neu Gekauftes, Idole, Sinnsprüche, Fotos von Veranstaltungen etc.
Memes/Sticker/GIFs
- Wort-Bild-Kombinationen
- Videos
- enthalten oft Lustiges, Skurriles oder Anzügliches
Stories
- Beiträge, die nur 24 Stunden online sind und wie ein Video-Stream abgespielt werden
Musik
- Mit Musikvideos oder Playlists wird die aktuelle Stimmung ausgedrückt.
Gruppen
- Diskussion und Austausch mehrerer Personen zu einem speziellen Thema, öffentlich oder geschlossen
Videos
- selbsterstellte Playback-Videos (z. B. auf TikTok)
- Videos mit persönlichen Botschaften, gesellschaftlichen Aufrufen etc.
- Instagram-Reels (15-sekündige Videos)
Likes/Herzchen/Daumen hoch
- drücken virtuell Zustimmung aus
- werden als Zeichen für die Beliebtheit, etwa des eigenen Beitrags oder Fotos, gewertet
- Möglichst viel Zustimmung zu bekommen, ist für Jugendliche sehr wichtig.
Kommentare
- Bemerkungen, die sich auf Inhalte anderer NutzerInnen beziehen
- enthalten Bestätigung oder Kritik, sind selten neutral
- Jugendliche sind hier teilweise aus Angst vor Hasskommentaren sehr zurückhaltend.
Duette
- In manchen Sozialen Netzwerken kann man andere Personen zu Duetten einladen. Dabei kann man beispielsweise eine Choreografie wählen, die von der herausgeforderten Person nachgemacht werden muss.
Weiterempfehlungen
- Inhalte von anderen NutzerInnen werden auf der eigenen Seite oder in Privatchats mit anderen geteilt und verbreiten sich dadurch schnell.
Markierungen
- Auf Fotos werden abgebildete Personen mit dem Namen und einem Link zum Profil verknüpft („markiert“/„getaggt“).
- werden auch genutzt, um bloßstellende oder beleidigende Inhalte zu verbreiten oder Personen mit provozierenden Inhalten in Verbindung zu bringen (z. B. Pornografisches, Gewaltinhalte)
Links
- führen häufig zu Websites mit witzigen oder schockierenden Inhalten
- führen auch zu Nachrichten oder Blogartikeln über Themen, die Jugendliche bewegen
In den Unterricht einbinden
- Lassen Sie Ihre SchülerInnen im Sprachunterricht Online-Postings als Textsorte formulieren.
- Überlegen Sie gemeinsam mit Ihren SchülerInnen, wo und wie Soziale Netzwerke im schulischen Kontext eingesetzt werden können.
- Lassen Sie Ihre Schülerinnen ihre eigene Nutzung von Sozialen Netzwerken reflektieren: Gibt es Geschlechterunterschiede? Welche Rolle spielen diese?
Link
Saferinternet.at - aktuelle Daten zur Nutzung Sozialer Medien von Österreichs Jugendlichen seit 2016: Jugend-Internet-Monitor
Unterrichtsmaterial: Selbstdarstellung von Mädchen und Jungs im Internet
Das Unterrichtsmaterial „Selbstdarstellung von Mädchen und Jungs im Internet“ soll Kinder und Jugendliche zur Reflexion des eigenen Image-Managements und von festgefahrenen Stereotypen anregen.
Veröffentlichung: Januar 2021