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ThemaDas Profilbild als Spiegel der Persönlichkeit
BroschüreSelbstdarstellung von Mädchen und Jungs im Internet (Thema 6) 
Alterab der 6. Schulstufe
UnterrichtsfächerBerufsorientierung, Bildnerische Erziehung, Soziales Lernen, Sprachen, Wirtschaftskunde
Digitale GrundbildungGesellschaftliche Aspekte von Medienwandel und Digitalisierung, Mediengestaltung, Digitale Kommunikation und Social Media
Dauer2 UE + Hausübung

Ziele

  • Über die Bedeutung von Profilbildern in unterschiedlichen Situationen und Kontexten reflektieren können
  • Eigen- und Fremdwahrnehmung vergleichen können

Ablauf

Die SchülerInnen suchen für fiktive Personen nach passenden Profilbildern für unterschiedliche Situationen.

Phase 1 - Auswahl

Jede Schülerin bzw. jeder Schüler sucht im Internet (z. B. auf Unsplash oder pixabay) nach Profilbildern für fiktive Personen, die sich in folgenden Situationen befinden:

a) Die Person ist auf der Suche nach einem Job.

b) Die Person wünscht sich neue Freundinnen ihres Alters.

c) Die Person soll auf einem Flyer für ein Schultheaterstück vorgestellt werden.

Die Fotos werden in eine geschlossene Lernplattform gepostet. Dazu sollen die Quelle des Bildes und der Zweck (a, b oder c) angegeben werden.

Phase 2 – Feedback

Nun geben die SchülerInnen einander Feedback. Folgende Punkte sollen im Feedback beachtet werden:

  • Wie kommt das Bild bei mir an?
  • Erfüllt es seinen Zweck? Ist es gut gewählt?
  • Könnte man das Bild missverstehen? Wenn ja, wie?


Phase 3 - Reflexion

Die SchülerInnen reflektieren nun über das Feedback zu ihren ausgewählten Bildern:

  • Habe ich meine Bilder sinnvoll ausgewählt?
  • Kommen meine Bilder je nach Geschlecht unterschiedlich an?
  • Worauf sollte ich in Zukunft bei der Auswahl von Profilbildern achten?


Abschließend oder als Hausübung schreiben die SchülerInnen eine kurze Reflexion zu jedem ihrer Bilder.


Hintergrundinformation: Das Profilbild als Spiegel der Persönlichkeit

Profilbilder sind das zentrale Element für die Selbstdarstellung im Internet. Sie werden daher mit besonders großer Sorgfalt inszeniert und ausgewählt. In vielen Sozialen Netzwerken sind Profilbilder immer öffentlich sichtbar, wodurch sie auch von fremden NutzerInnen gesehen werden können.

„Jugendliche versuchen, viele Fotos zu posten, weil das Aussehen wichtig ist. Alle wollen eben schön, lässig und cool wirken.“ Schülerin, 15 Jahre

Funktionen von Profilbildern

Die erste visuelle Botschaft
Profilbilder sorgen für den ersten Eindruck und sollen daher die eigene Persönlichkeit bestmöglich widerspiegeln.

Der Körper als Stilmittel
Die Wahl der Frisur, der Kleidung, der Pose etc. gibt Auskunft über Lebensstil und Gruppenzugehörigkeiten.

Einander zu- bzw. einordnen können
Profilbilder zeigen die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe und grenzen gleichzeitig von anderen ab.

Bestätigung in der Peergroup
Jugendliche suchen mit Fotos stets auch die Zustimmung ihrer Peers.

Arten von Profilbildern

Es werden unbearbeitete, bearbeitete, zugeschnittene und ausgeschnittene Profilbilder unterschieden.

  • Ich: Einzelporträts, Selfies, Posing, Fotos von speziellen Anlässen etc.
  • Ich und andere: Paar-/Gruppenbilder
  • Symbolbilder: Landschaften, Idole, Comicfiguren, Vorlieben, Momentaufnahmen etc.

In den Unterricht einbinden

Lassen Sie Ihre SchülerInnen über folgende Videos reflektieren:


Welche Botschaft soll hier vermittelt werden? Welcher Eindruck entsteht beim Anschauen? Gelten diese Schlussfolgerungen auch für Profilbilder?

Reflektieren Sie gemeinsam mit Ihren SchülerInnen deren aktuelle Profilbilder (z. B. bei WhatsApp oder Instagram): Was möchten die SchülerInnen damit vermitteln?

 Unterrichtsmaterial_Selbstdarstellung.pdf

Unterrichtsmaterial: Selbstdarstellung von Mädchen und Jungs im Internet

Das Unterrichtsmaterial „Selbstdarstellung von Mädchen und Jungs im Internet“ soll Kinder und Jugendliche zur Reflexion des eigenen Image-Managements und von festgefahrenen Stereotypen anregen.

Veröffentlichung: Januar 2021