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ThemaZwischen Authentizität und Inszenierung
BroschüreSelbstdarstellung von Mädchen und Jungs im Internet (Thema 8) 
Alterab der 6. Schulstufe
UnterrichtsfächerDeutsch, Soziales Lernen
Digitale GrundbildungGesellschaftliche Aspekte von Medienwandel & Digitalisierung: Digitale Kommunikation und Social Media
MaterialArbeitsblatt „Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit?“
Dauer1 UE

Ziele

  • Einschätzen können, was als authentisch wahrgenommen wird und was nicht
  • Eigenwahrnehmung und Fremdsicht vergleichen und einordnen können

Ablauf

Die Jugendlichen reflektieren darüber, wie Personen in bestimmten Situationen bei ihnen ankommen und was Authentizität für sie bedeutet.

Phase 1 - Arbeitsblatt

Jede Schülerin bzw. jeder Schüler füllt selbstständig das Arbeitsblatt (siehe S. 38–39) aus.

Phase 2 - Reflexion

Das Arbeitsblatt wird in der Klasse diskutiert:

  • Wird authentisches bzw. nicht-authentisches Verhalten von allen beteiligten Personen gleich eingestuft?
  • Gibt es geschlechterspezifische Unterschiede zwischen den Meinungen der Jugendlichen?
  • Wie viel Inszenierung ist im Internet erlaubt, wann ist es zu viel?

Hintergrundinformation: Zwischen Authentizität und Inszenierung

Die Selbstdarstellung in Sozialen Netzwerken stellt Jugendliche oft vor ein Dilemma: Sie wollen einerseits authentisch wirken, sich andererseits aber den Normen ihrer Peergroup entsprechend in Szene setzen.

Selbstdarstellung im Netz hat viele Facetten

Zum Beispiel: Gefühle, Interessen, Events, Videos, Musik, Fotos, Kunst, …

Manchmal ist die Kluft zwischen Authentizität und Inszenierung so groß, dass Jugendliche in Sozialen Netzwerken mehrere Profile anlegen – z. B. ein „familientaugliches“ und ein cooles privates für FreundInnen.

Gefallen durch Authentizität – „Ich bin ich.“

Jugendliche legen viel Wert darauf, sich in Sozialen Netzwerken so zu geben, wie sie wirklich sind. Manchmal ist die Kluft zwischen Authentizität und Inszenierung so groß, dass Jugendliche in Sozialen Netzwerken mehrere Profile anlegen – z. B. ein „familientaugliches“ und ein cooles privates für Freundinnen.

Auffallen durch Inszenierung – „Ich bin cool.“

Soziale Netzwerke bieten größere Gestaltungsspielräume für das eigene Ich als der Schulalltag. Jugendliche wollen online möglichst attraktiv und individuell wahrgenommen werden, gleichzeitig aber nicht durch zu große Andersartigkeit negativ auffallen. Vor allem Mädchen wird oft unterstellt, sich online zu verstellen.

In den Unterricht einbinden

  • Diskutieren Sie mit Ihren SchülerInnen anhand von Beispielen aus dem Internet, was diese als authentisch empfinden und was nicht.
  • Lassen Sie die SchülerInnen in einem Aufsatz erörtern, welche Normen für sie wichtig sind und wer diese bestimmt.
  • Diskutieren Sie mit den Jugendlichen im Unterricht, warum sie es als wichtig empfinden, authentisch zu wirken und ob es auch Situationen gibt, in denen das nicht so ist.
  • Diskutieren Sie mit den Jugendlichen im Musikunterricht die Selbstdarstellung von MusikerInnen in Musikvideos. Reflektieren Sie gemeinsam über den Einfluss solcher Videos auf die Normen von Jugendlichen.
 Unterrichtsmaterial_Selbstdarstellung.pdf

Unterrichtsmaterial: Selbstdarstellung von Mädchen und Jungs im Internet

Das Unterrichtsmaterial „Selbstdarstellung von Mädchen und Jungs im Internet“ soll Kinder und Jugendliche zur Reflexion des eigenen Image-Managements und von festgefahrenen Stereotypen anregen.

Veröffentlichung: Januar 2021