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Cake day: March 30th, 2024

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  • Ich bin verwirrt. Der Vorschlag war doch eine Luft-Luft-Wärmepumpe zu verwenden aka “Split-Klimaanlage”. Das sind diese Dinger, die man oft aus dem Urlaub im Süden kennt, die innen und außen jeweils ein Wandgerät haben. Die kann man sowohl zum Kühlen und auch zum Heizen verwenden und die erzeugen sofort warme Luft. Da ist kein Wasser im Spiel, also auch keine Fußbodenheizung, Boden rausreißen o.ä. Du brauchst nur zwei kleine Kernbohrungen durch die Wand nach draußen.

    Die Dinger sind im Heizbetrieb in der Regel mindestens genauso effizient wie eine klassische Wärmepumpe mit Fußbodenheizung, wesentlich billiger und auch DIY-freundlich, wenn du eine Anlage mit Kältemittel R290 nutzt (sonst braucht man offiziell einen Kälteschein für die Installation). In Deutschland ist das Heizen mit Split-Klimageräten kaum verbreitet, in Skandinavien aber zum Beispiel sehr, obwohl es dort ja teils noch deutlich kälter ist als hierzulande. Förderfähig sind sie übrigens auch.







  • denn in MeckPo, Thüringen, Saarland und Eifel, da will auch kaum einer wohnen

    Glaube, das Problem ist oft eher, dass die Menschen dort keine wirtschaftlichen Chancen sehen und daher dort nicht wohnen können. Es gibt durchaus viele, die eigentlich gerne ländlicher wohnen möchten.

    Die Hypothese bzgl. höherem Konsum durch Verführungen in der Großstadt halte ich für plausibel, man muss aber auch dagegen halten, dass auf dem Land andere Kostenblöcke anfallen, die man typischerweise so nicht in der Großstadt hätte. Höhere Mobilitätskosten, Werkzeuge, Gartenpflege etc.








  • Aber wirklich als Saisonspeicher? Also im Sommer laden im Winter entladen? Selbst zu einem Zehntel der Kosten aktueller Akkus kann ich mir das irgendwie kaum vorstellen. Wenn ich - ähnlich wie aktuell die Gasspeicher - Energie im großen Stil für den Winter vorhalten möchte, brauche ich riesige Speicher, die ich im Sommer mit Überschüssen laden kann. Diese Überschüsse darf ich dann nicht schon im Herbst verbrauchen, wenn ich sie absehbar nicht wieder vor dem Winter aufladen kann. Ich habe also nur 1 x aufladen und 1 x entladen pro Jahr.

    Wenn wir von einem Preis von nur 20 € pro kWh Speicherkapazität ausgehen und einer Akkulebensdauer von 20€ wäre das dann bei 20 Zyklen 1€ Kosten pro kWh, die ich auf diesem Weg vom Sommer in den Winter verschieben will. Eine kWh würde also um diesen Euro teurer werden, was mehr als 1000% Aufschlag auf den Börsenstrompreis wäre. Alleine nur für die Materialkosten des Akkus. Ohne dass den jemand anschließt, wartet, Trassen baut, in Stand hält usw. Und nur unter der Annahme, dass ich irgendwo Akkus für 20€ pro kWh bekomme. Wovon wir aktuell noch ziemlich weit entfernt bin.