Damit könnte man ja das Glyphosatverbot in der Landwirtschaft weiter aufweichen.
Die Debatte wird kaum mehr geführt weil Vernichtungschemie immer zum gleichen Ergebnis führt: Resistenz. Und auch im Fall von Glyphosat muss und wird es schon großflächig von alternativen abgelöst.
Gibt es ein Glyphosatverbot in der Landwirtschaft? Die Frage ist auch, ob es ein besseres, also ein weniger schädliches Mittel gibt.
Wenn man Glyphosat verbietet, weichen die Bauern aus. Nach meinem Wissen würden sie dann Mittel nutzen, die nicht weniger schädlich für die Umwelt sind. Für Menschen ist Glyphosat schon sehr viel weniger schädlich als die meisten Alternativen.
Das Glyphosat verbot steht für 2030 oder so.
Übrigens ist der Glyphosat in einer Nachhaltigen* Art und weise nicht möglich. Wenn man Nachhaltige Landwirtschaft betreiben will ist es auch nicht nötig.
Glyphosat ist lediglich eines von mehreren stupiden einfachen Mitteln, um ein hoch effizientes, aber Umweltzerstörendes System am laufen zu erhalten. Ökologische Landwirtschaft kommt komplett ohne aus und funktioniert genauso und würde uns genauso ernähren.
*Nachhaltig im Sinne von, dass auf dem gleichen Acker auch in 200 Jahren noch Landwirtschaft möglich ist.
Denke auch. Es ist ja außerdem jetzt eh schon drin.
Ich empfehle zu Glyphosat den Podcast der Quarks Science Cops:
https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:3a1649801647109e/
tl;dr: es gibt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse für eine besondere Gefährlichkeit für den Menschen (Krebsrisiko etc.) durch reines Glyphosat.
Auch wenn es bisher keine Beweise für die besondere Gefährlichkeit für Menschen gibt (so wie schon früher bei anderen Pestiziden, bis man es dann eben doch nachweisen konnte), für die Natur sind Totalherbizide leider sehr, sehr schlecht.
Nichts an Landwirtschaft ist natürlich. Weder das Durchpflügen des Ackers, der Anbau nur einer Pflanze auf mehreren Hektar, die Düngung oder das Ausbringen von Herbiziden. Konventionelle und Bio Landwirtschaft zerstören natürliche Räume. Das ist halt so, wir wollen ja was essen.
Glyphosat dürfte dabei noch eine der weniger einschneidenden Maßnahmen sein - denn es betrifft nur Pflanzen auf einem Feld, wo sie sowieso nicht sein sollen.
“Sehr, sehr schlecht” ist daher vieles, was so in der Landwirtschaft passiert.
Das ist ein bisschen zu einfach gedacht. Schaden und Nutzen müssen im Verhältnis stehen, und vermeidbarer Schaden ist zu vermeiden.
Dass wir Ackerbau betreiben ist unvermeidlich. Dass wir Totalherbizide ausbringen, nicht.
Darum geht es ja nicht.
Es geht darum, dass Glyphosat nicht weniger schädlich ist, als z.B. das Umpflügen eines Ackers. Oder das Ausbringen von Kupfer in der Biolandwirtschaft - dessen Schädlichkeit im Gegensatz zu Glyphosat tatsächlich nachgewiesen ist.
Es geht nicht darum, Schaden zu vermeiden? Was denn sonst?
Ich denke nicht, dass dein Vergleich mit dem Pflügen korrekt ist. Glyphosat in Gewässern ist giftig für Wasserlebewesen (https://doi.org/10.1186/s12302-024-00849-1). Pflügen vergiftet keine Wasserlebewesen.
“Diethylentriaminpentamethylenphosphonsäure”, abgekürzt DTPMP. Diese Chemikalie gehört zur Gruppe der Phosphonate und ist in vielen Waschmitteln enthalten. Dort verhindert sie die Kalkbildung und verbessert so auch die Waschleistung.
Der Entkalker zerfällt in der Kläranlage zu Glyphosat sagt Frau Huhn. Die Vertreter der Waschmittelindustrie weisen den Vorwurf von sich. Es ist wieder Murmeltiertag.
Immer wieder erstaunlich was in Privathaushalten alles an Chemikalien erlaubt ist.
Der Fakt, das bis vor kurzem jeder Dulli im Supermarkt PSM (Pflanzenschutzmittel) kaufen konnte, während Landwirte seit Jahren dafür ein extra regelmäßig aufzufrischendes Zertifikat brauchten, welches sicherstellt, dass sie die Mittel anzuwenden wissen, verwundert mich seit langem.
Aber der Lochfrass!! Dieter Bürgy in Scherben!






