• muelltonne@feddit.orgOP
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    1
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    13 days ago

    Man sieht es irgendwie häufiger, dass Menschen in so “Großkategorien” denken und dann Millionen oder gar Milliarden Menschen als einheitliche Einheit betrachten. “alle Deutschen”, “alle Syrer”, “alle Männer”, “alle Frauen”, “alle Autofahrer”, “alle Radfahrer”, ihr wisst schon. Alle Radfahrer fahren ohne Licht bei rot über die Ampel und halten sich nicht an Verkehrsregeln. Alle 50 Millionen in Deutschland.

    Gerade in diesem Männer-Frauen-Thema ist das extrem irritierend. Da wird dann die Menschheit in der Hälfte aufgrund ihrer Genitalien aufgeteilt und dann in gut oder schlecht sortiert. Dann ist plötzlich Alice Weidel eine gute Politikerin, weil sie ja eine Frau ist und Frauen ja gut sind. Alle Männer sind Vergewaltiger und begehen Femizide. Alle Frauen sind… ihr wisst schon. Das ist so irritierend und wenn man dann gleichzeitig irgendwie schön rumschreit, dass das Patriarchat bzw. alte weiße Männer ja alles beherrschen, um dann eine Faschisten-Frau zu feiern, puh. Gehirnkrebs.

    • squaresinger@lemmy.world
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      7
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      13 days ago

      Was in dem Kontext interessant ist, ist wie die Geschlechterunterschiede bei solchen Themen dann wirklich aussehen.

      Dem Klischee nach wählen nur Frauen feministische Parteien und nur Männer Parteien, die für das Patriachat stehen.

      In der Realität sind 44% der Grünen-Wähler Männer und 42% der AfD-Wählerschaft Frauen.

      Alter, Bildung, finanzielle Lage und Tätigkeit haben viel größere Auswirkungen auf die Partei, die man wählt, aber bei keiner einzigen Wählergruppe hat irgendeine Partei die absolute Mehrheit.

      Nur als ein ganz simples Beispiel, welches ich gewählt habe, weil es dafür eine sinnvolle Datenlage gibt.

  • bonenode@piefed.social
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    29
    ·
    13 days ago

    Mal wieder mehr als nur den Titel lesen bitte, es ist besorgniserregend aber nicht so extrem wie der Titel es vorgibt.

    sagte Schwarzer: „Es hätte trotz alledem vermutlich auch den Effekt, ermutigend für Frauen zu sein.“ Zugleich warnte sie jedoch vor einem Erstarken der AfD.

    Sie steht also nicht da und sagt, egal was die AfD macht, hauptsache Frau im Amt. Trotzdem ziemlich blöd die Aussage so zu machen.

    Dann noch das hier nebenbei:

    Schwarzer schilderte, wie kurz nach Merkels Amtsantritt Mädchen in ihrem Dorf im Winter keinen Schneemann, sondern eine „Schneemerkel“ bauten. „Mädchen bauen einen Monat, nachdem wir eine Kanzlerin haben, keinen Schneemann, sondern eine Schneemerkel. Das sagt doch schon alles.“

    Errrr, ja, klar. Und dann sind alle Schneemerkels aufgestanden und haben geklatscht. r/thathappened.

    • muelltonne@feddit.orgOP
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      7
      ·
      13 days ago

      Das macht die Aussage halt noch viel dümmer, weil der Widerspruch ja so extrem eingebaut ist. “Es ist total ermutigend für Frauen, wenn die AfD die Kanzlerin stellt. Ich warne vor der AfD” geht irgendwie nicht zusammen und es ist halt erstaunlich, dass ihr das nicht auffällt.

  • excral@feddit.org
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    22
    ·
    13 days ago

    Bei aller Liebe, ich kann ihre Behauptung in keinem Punkt nachvollziehen. Wir mit Merkel 16 Jahre lang eine Kanzlerin, von daher wäre eine Signalwirkung im Sinne von “auch eine Frau kann Kanzlerin werden” überhaupt nicht gegeben. Dagegen würde Kanzlerin Weidel auch eine AfD-geführte Regierung bedeuten, das wäre automatisch auch eine anti-feministische Regierung. Die AfD macht ja wirklich keinen Hehl draus, für welches Familienbild sie sich einsetzen.

    Ganz davon abgesehen steht ja noch in den Sternen, wer bei den anderen Parteien Spitzenkandidat wird. Selbst die Union könnte sich für einen anderen Spitzenkandidaten als Merz entscheiden, und bei den anderen Parteien ist es noch ungewisser. Kann ja gut sein, dass die Linke Heidi Reichinnek als Spitzenkandidatin aufstellen und Kanzlerin Reichinnek wäre sicherlich deutlich ermutigender für Frauen.

  • germanatlas@lemmy.blahaj.zone
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    15
    ·
    13 days ago

    Das erinnert mich an Leute, die behaupten, dass Thatcher ja ein großes Vorbild, eine feministische Ikone sei und dabei gekonnt den immensen Schaden ignorieren, den sie und die Tories angerichtet haben, besonders an Frauen.

  • feldwespe@feddit.org
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    9
    ·
    13 days ago

    Abgesehen davon, dass die transfreindliche Feministin eigentlich keinerlei Beachtung verdient, habe ich eine mediale Anmerkung.
    Es geht um die o.g. Quelle, die aus meiner Sicht nicht so recht zu Feddit passt:
    Bei msn.com schreiben KIs die Inhalte.

    MSN bietet kostenpflichtige, aber auch werbefinanzierte Internetdienste an.
    Nachdem seit 2020 Journalisten, Redakteure und andere Produktionsmitarbeiter entlassen wurden, veröffentlichen automatisiert arbeitende Programme übernommene recherchierte als auch wenig bis gar nicht überprüfte Inhalte.

    Das ist doch alles nur Clickbaiting. Man hätte ja auch etwas anderes heraus picken und titeln können:
    𝐀𝐥𝐢𝐜𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐚𝐫𝐳𝐞𝐫 𝐬𝐢𝐞𝐡𝐭 𝐇𝐞𝐢𝐝𝐢 𝐑𝐞𝐢𝐜𝐡𝐢𝐧𝐧𝐞𝐤 𝐚𝐥𝐬 𝐁𝐞𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐟ü𝐫 𝐝𝐢𝐞 𝐟𝐞𝐦𝐢𝐧𝐢𝐬𝐭𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐁𝐞𝐰𝐞𝐠𝐮𝐧𝐠.

    Aber dann wäre das Ganze wohl nicht hier bei Feddit gelandet.

    Originalkontext Interview - laut emma.de

    Markus Feldenkirchen: Wenn Alice Weidel nach Angela Merkel die nächste Bundeskanzlerin würde, wie gut wäre das für die Sache der Frauen?
    Alice Schwarzer: Schwierig. Das ist schwierig.
    Feldenkirchen: Ich höre da eine gewisse Ambivalenz raus.
    Alice Schwarzer: Ja, Sie unterstellen da jetzt ganz viel. Sie wäre Bundeskanzlerin usw. Sie fragen nicht nach der Person an sich. Das wäre sicherlich, hätte trotzalledem vermutlich auch den Effekt, ermutigend für Frauen zu sein. Wahrscheinlich. Unter anderem, ja.
    Markus Feldenkirchen: Lassen wir mal so stehen.

  • jagermo@feddit.org
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    7
    ·
    13 days ago

    Seit sie sich an die Bild verkauft hat, um den Wetter-Jörg niederzumachen, ist sie einfach nur peinlich