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Cake day: June 20th, 2025

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  • Schon spannend wie weit wir uns von den jahrelangenDebatten entfernt haben in denen es noch darum ging, ob wir überhaupt bewaffnete Drohnen wollen.

    Was ich mich als Laie aber frage ist, wie sinnvoll man solche Drohnen auf Halde produzieren kann. Viel wichtiger erscheinen mir die Produktionskapazitäten ansich, aber die bekommt man vermutlich auch bloß durch Großanschaffungen.

    Mein Eindruck ist nämlich, dass es bei Drohnen im Verlauf des Ukrainekrieges konstante Änderungen gab auf die man reagieren muss. Anders als ein Panzer oder Jet der auch noch Jahrzehnte nach Anschaffung relevant ist, könnten Drohnen fürchte ich deutlich schneller veralten.

    Außer zu Trainingszwecken sollte man also denke ich einfach alles an die Ukraine senden und sich darauf fokussieren die Produktion und Lieferketten so aufzubauen, dass man eben die Fähigkeit hat einen Feind zu überlasten. Und dann das ganze aufrechterhalten, wenn der Konflikt dort endlich ein Ende findet.


  • Ja. Der schaden, den über ein Jahrzehnt Stillstand und Aussitzen verursacht haben ist immens, aber Merz hat eigentlich ideale Vorraussetzungen für einen Wandel.

    Nicht dass Scholz es tatsächlich versucht hätte, aber der hatte immerhin gegen eine Opposition in der eigenen Koalition, eine feindliche Presse und Budget-Restriktionen zu kämpfen.

    Merz hat eine Partei als Koalitionspartner, die letztlich umfällt wenn man nur etwas drängt, eine eher wohlwollende Medienlandschaft und ein gigantisches Sondervermögen. Und zumindest die Grünen als Opposition sind nicht auf einem Kurs prinzipieller Ablehnung aller Handlungen der Regierung, anders als es die Union selbst war.











  • Das muss man, also z.b. du, entscheiden was dir lieber ist: manchmal halt Sabotage, oder der Aufwand.

    Das Problem ist denke ich, dass Sabotage praktisch gratis ist relativ zum Aufwand alles zu schützen. Wenn man Anfängt dieses Spiel zu spielen hat man schon verloren. Weswegen es mMn eben so wichtig wäre an der Quelle anzusetzen, statt die Symptome zu bekämpfen.

    Da hätten die Eigentümer wahrscheinlich lieber 10 Euro mehr für Objektschutz an kritischen Punkten gezahlt, über Steuern, als einmal zerstörte Heizleitungen auszutauschen.

    Natürlich würde in so einem Fall jeder lieber 10 Euro zahlen, das ist genauso, wie jeder gerne die Versicherung hätte, wenn der Schadensfall Eintritt. In der Realität wären es aber denke ich deutlich mehr als 10€ und es müsste jeder zahlen. 99% der Leute wären nie betroffen und würden sich an den Kosten stören.

    Was die Praxis Frage angeht ist es das gleiche: Wenn eine lokale Gegebenheit verhindert das man es ordentlich macht, kann man ja umbauen. Vielleicht keine gute Idee Starkstromkabel überirdisch zu verlegen wo man einfach dran kommt. “Ja unterirdisch verlegen ist so teuer”. Ja. Tja.

    Ist aber halt einfach teuer siehe z.B. hier und dann hat man weiterhin das Problem, dass sich viele andere Schwachstellen nicht unterirdisch verlegen lassen. Allein hier würden wir über Milliarden reden (für neue Leitungen, nichtmal allen bestehenden) und dann wäre auch nur ein kleiner Teilaspekt geschützt.


  • Wie realistisch ist es denn alles ordentlich zu schützen? Sowohl von praktischer, als auch finanzieller Perspektive.

    Ich glaube es gibt in unserer heutigen Gesellschaft so viele Vernetzugen, dass man kaum alles wirklich schützen kann. Wenn es nicht irgendein Strommast oder Umspannwerk ist, dann ist es Bahn Infrastruktur, das Wehr auf einem stark befahren Fluss oder sonst irgendwas.

    Konkret in Bezug auf russische (oder sonst ausländische) Sabotage ist für mich das Problem, dass wir gefühlt bis heute immernoch keine wirklichen Konsequenzen als Gegenmaßnahmen haben.

    Mal angenommen das hier waren die Russen, was ist dann unsere oder Europas Antwort? Ich habe das Gefühl Russland kann eigentlich relativ entspannt den Takt vorgeben.



  • Denke ich auch. Und ich könnte mir auch vorstellen, dass genau deswegen 50% genommen wurden anstatt irgendeinem niedrigeren Betrag bzw. einem etwas komplexeren Modell. Jetzt kann man einfach sagen, dass das Thema entschieden ist und es kann wieder für die nächsten X Jahre bzw Jahrzente ignoriert werden.

    Ich denke das würde 100% auch in Deutschland scheitern, vllt etwas knapper, aber vermutlich auch deutlich. Argumentation wäre dann mit Familienunternehmen die verkauft werden müssten, was vielleicht sogar einen Funken Warheit hat. Man müsste dann halt ein System machen, in dem der Staat z.B. stille Teilhaben erhält die über einen gewissen Zeitraum für fixe Beträge wieder abgelöst werden können.




  • In early August, German Chancellor Friedrich Merz announced a suspension of exports of arms to Israel that could be used in the Gaza Strip “until further notice,” marking a major shift in German foreign policy.

    Regardless of how arms exports should be handled (i’d be on the side of banning them until there is actual change), this just seems like bad politics. Why even bother to first suspend them completely after such a long time and then immediately revert back?

    Seems to me like this achieves literally nothing, but is the worst option in regard to public perception. Like they could have just kept the status quo, since there all the bad publicity was already “priced in” so to speak. Or they could do a move like in August and change their stance, but then you got to keep it up for it to actually matter and intend to do so from the start. If you revert this fast you get the backlash again for your original stance AND you look weak to the counterparty.