Gericht verurteilt Vergewaltiger von Pelicot zu höherer Haftstrafe
Im Berufungsprozess im Fall Pelicot erhält ein Täter eine höhere Haftstrafe. Er hatte das Urteil aus erster Instanz angefochten - nun muss er allerdings für zehn statt neun Jahre ins Gefängnis. Vor Gericht zeigte er kein Schuldeingeständnis.
Sie machte die jahrelangen Vergewaltigungen durch ihren Ehemann und viele andere Männer öffentlich - "damit die Scham die Seite wechselt". Nun wird Gisèle Pelicot mit dem französischen Verdienstorden der Ehrenlegion ausgezeichnet.
Wegen schwerer Vergewaltigung seiner Ex-Frau Gisèle ist Dominique Pelicot bereits verurteilt - nun hat ihn auch seine Tochter angezeigt. Sie wirft ihm vor, sie wie ihre Mutter betäubt und sexuell missbraucht zu haben.
Gisèle Pelicots Ex-Mann will keine Berufung einlegen
Jahrelang vergewaltigte er seine damalige Frau Gisèle und bot sie zum Missbrauch an - dafür wurde Dominique Pelicot zu 20 Jahren Haft verurteilt. Nun kündigte seine Anwältin an, nicht in Berufung zu gehen. Von C. Dylla.
Kommentar: Gisele Pelicot hat uns die Augen geöffnet
Der Hauptangeklagte im Fall Pelicot muss 20 Jahre in Haft, andere kamen teilweise mit Bewährungsstrafen davon. Wichtig ist aber vor allem, dass der Vergewaltigungsprozess überhaupt öffentlich stattgefunden hat, meint Julia Borutta.
Vergewaltigungsprozess: Ex-Mann von Pelicot in allen Punkten schuldig
Im Vergewaltigungsprozess um Gisèle Pelicot gibt es die ersten Urteile: Der Hauptangeklagte ist in allen Punkten schuldig gesprochen worden. Er hatte seine damalige Ehefrau mit Medikamenten betäubt und zur Vergewaltigung angeboten.
Urteil im Fall Pelicot erwartet: Vorbild für andere Opfer
Heute sollen im Fall Pelicot in Avignon die Urteile für die 51 Angeklagten gesprochen werden. Sie werden beschuldigt, die 72-Jährige vergewaltigt zu haben. Was hat der Mammut-Prozess in Frankreich bewirkt? Von J. Borutta.