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Cake day: September 22nd, 2024

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  • Wen meinst du mit “ihr”? Ich bin nicht in der IL und habe den Text nicht geschrieben. Und was meinst du mit “so dermaßen runterziehen”?

    Und man kann sich tatsächlich empathisch gegenüber z.B. einem Menschen mit Panikattacken sein und sich “trotzdem” auch den Menschen verpflichtet fühlen, die er ausspioniert hat. Wie sollen die Leute, die er in den letzten fast zehn Jahren ausspioniert hat, denn “intern” gewarnt werden? Es gibt keinen bundesweiten Mailverteiler, indem alle Menschen (und nur die Menschen) sind, die er bespitzelt hat. Und wie sollen die Betroffenen informiert werden, ohne dass jemand von denen das weitergibt? Und ohne dass umgekehrt Gerüchte entstehen, wer es gewesen sein könnte? Und ohne dass Leute sich fragen, ob sie auch bespitzelt wurden?

    Ich kann nicht nachvollziehen, wieso die Betroffenen des V-Mann-Einsatzes schuld daran sein sollen, dass es ihm schlecht geht. Der Geheimdinest und der V-Mann sind doch die einzigen, die diese Situation bewusst herbeigeführt haben.

    (und was das “auf unbestimmte Zeit ihn keine vertraulichen Informationen geben” angeht: glaubst du ernsthaft, jemand will noch iregndwas mit dem zu tun haben, nachdem man jahrelang von ihm verraten wurde? So funktionieren zwischenmenschliche Beziehungen in aller Regel nicht)







  • Schlecht (Überraschung!). Nicht “nur” wegen des damit verbundenen Leids - die völlige Sinnlosigkeit macht mir gefühlt am Meisten zu schaffen.

    Es gibt viele komplexe Probleme, aber manchmal gibt es auch eindeutige Maßnahmen, die helfen würden aber einfach nicht gemacht werden - z.B. Tempolimit, AgD-Verbot, … Es gibt Mehrheiten in der Bevölkerung dafür. Es gibt keine vernünftigen Gegenargumente (die offen ausgesprochen werden). Es wird einfach trotzdem nicht gemacht und stattdessen sehenden Auges ins Verderben gerannt. Das macht mich fertig.

    Und böse Zungen würden sagen, dass das genau das Ziel von diesem Verhalten ist: die demokratischen und engagierten Teile der Bevölkerung zu demoralisieren. Und selbst wenn es nicht das Ziel ist, ist das zumindest der Effekt.

    Was ich dagegen tue: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es unglaublich (buchstäblich) gut tut, mit anderen Menschen zusammen zu arbeiten - und zwar nicht nur online, sondern im persönlichen Kontakt. In solchen Situationen merke ich, was “Der Mensch ist ein soziales Wesen” heißt (und ich sage das als Introvertierter) - ich merke das auf einer geradezu biologischen Ebene.

    Von daher organisiere ich mich mit anderen, um etwas gegen den Wahnsinn zu tun. Man kann sich natürlich auch zu anderen Zielen zusammentun (ich glaube, dass vielen Menschen die Lohnarbeit so wichtig ist, hängt am selben Effekt), aber das ist das, was mir gerade am Sinnvollsten erscheint. Im Idealfall erreichen wir sogar was (z.B. indem wir zeigen, dass Solidarität eher zu einem besseren Leben führt als Nachtreten gegen Schwächere) und schlimmstenfalls tut es uns einfach gut.

    Außerdem: Ablenkung, Therapie, Kontakt mit netten Leuten, meditieren, Humor.