Bisschen Mathe:
Genießbar ist das Bier nach 20 Jahren Lagerung sicherlich nicht mehr. Bleibt also der Pfand-Wert.
Das Pfand liegt bei 8 Cent pro Flasche bzw. 15 Cent mit Bügelverschluss.
Angenommen, die Hälfte sind normale Bierflaschen aus Deutschland, ein Viertel hat Bügelverschluss und ein Viertel kein Pfand, dann liegt der Pfand-Ertrag bei 1007,50€.Wenn es 20 Sekunden dauert, eine Flasche zu öffnen, auszuleeren, und in einen Transportbehälter zu legen, dann braucht man dafür 72 Stunden. Einen Tag (8 Stunden) kann man noch draufrechnen für den Abtransport.
Bei Mindestlohn liegen die Gesamt-Lohnkosten dafür bei 1392€.
Dazu kommen ca. 100€ für die Miete eines 7,5t LKW, und die Entsorgungskosten für das Restglas (ca. 400€).
Also insgesamt ~1900€
Der Netto-Wert der Biersammlung beträgt ca. -900€.Macht man es selbst an der Steuer vorbei, bekommt man 500€ raus, für 10 Tage Arbeit.
Und das unter der Annahme, dass man das volle Pfand bei Abgabe als Großmenge bekommt.
Wenn man es selber in den Automaten füttern muss, wird’s noch spaßiger.Es gibt Biere aus China, Kanada oder Thailand. Also nicht mal Pfand auf allen Flaschen…
Wenn man da keine Lust drauf hat kann man sich bestimmt mit den örtlichen Pfandjägern absprechen um die Flaschen loszuwerden. Die Geschichte ist schon kurios aber das große Problem sehe ich da nicht.
Die Ideal-Lösung wäre natürlich, auf den eigenen Parkplatz einen Container zu stellen, mit Aufschrift “Zu verschenken. Keine Garantie für Genießbarkeit”
Wäre vermutlich in 2 Tagen alles weg.
Aber das gehtleidernicht, wegen STVO, Verbraucherschutz, Jugendschutz, Haftung, etc.
Schon irgendwie bitter, wenn jemand sich über 20 Jahre eine unglaubliche Sammlung aufbaut und diese dann einfach weggeworfen wird
Wenns so ne unglaubliche Sammlung ist findet sich doch sicher ein interessierter Käufer? Und wenn nicht, dann ist die Sammlung vielleicht nicht so unglaublich.
Ich finde viele Dinge unglaublich, die ich mir trotzdem nicht in den Keller stellen würde.
Ich kenn mich jetzt im Bierflaschenmarkt nicht aus, aber es gibt es häufig, dass komplette Sammlungen als ganzes wenig wert sind, aber als Summe ihrer Teile. Was ja dann auch Sinn macht - im Zweifelsfall gibt es dann andere Sammler, die das Rülpsbräu Pils von 1996 oder den Maibock 1990 vom VEB Getränkekombinat Eisenach gerne hätten und dafür auch gutes Geld zahlen würden. Die aber dann halt keinen Platz haben, um eine komplette Sammlung mit 13.000 Flaschen aufzunehmen und die auch kein Interesse an einer fremden Sammlung haben, weil man ja schon seine eigene hat und das Warsteiner Pils von 2003 bereits besitzt.
Die optimale Lösung ist eindeutig eine Bares für Rares Sonderfolge
Ich würd ein kleines Museum draus machen






