Linksammlung 1/2026
Diese Woche fand ich diese Nachwehen des letzten Jahres besonders erwähnenswert:
Pünktlich zum Jahresende gab es A faster heart for F-Droid. Our new server is here! Sehr gut, wenn es diesem wichtigsten Appstore für Android nützt.
How I Got Deindexed by Google (And How I Fixed It) irrt wahrscheinlich: Die Indexierung wird nicht wegen der Sammlung an fehlenden Optimierungen gestoppt haben, sondern Google dürfte über eine einzelne Sache gestolpert sein, wie die diskutierte Weiterleitung. Trotzdem ist der Artikel eine Ideengrube für eigene mögliche Optimierungen.
GOG is getting acquired by its original co-founder: What it means for you. Hoffentlich genau was angekündigt wird: Dass GOG weiter existiert und alte Spiele ohne DRM am Leben hält. Wahrscheinlich bedeutet es auch, dass GOG viel Arbeit ist und wenig Geld abwirft, sonst hätte der Verkauf nicht stattgefunden.
Änderungen bei UberBlogr: Alles neu zu Weihnachten, ein neues Design und ein paar neue Funktionen. Gefällt mir.
Interessant fand ich Casual Viewing - Why Netflix looks like that (via), ein sehr langer – aber auch ausführlicher - Artikel über Netflix Einstellung zu Filmen. Es geht also trotz des Titels nur nebenbei über die (meist miese) Optik von Netflixfilmen, sondern es wird erklärt warum Netflix absichtlich so viel Schrott produziert.
Ich war erst erfreut, dann enttäuscht beim Lesen des OrangePi 6 Plus Review: The New Frontier for ARM64 SBC Performance wirkt erstmal positiv, stärkere Alternativen zum RaspberryPi zu haben ist gut. Aber dann beschränkt sich die Linuxunterstützung auf eine alte Debianversion und einen alten Kernel, kombiniert mit proprietären Treibern.
Im HELLDIVERS 2 Tech Blog #2 wurde eine Reduzierung der Installationsgröße angekündigt, was für alle Spieler interessant ist. Denn so wie Helldivers nur wegen für mechanische Festplatten vorgehaltenen redundanten Dateien so riesig war, sind wohl viele Spiele nur wegen dieser "Optimierung" so verdammt groß. Was wahrscheinlich der eine Grund ist, warum bisher Spieler überhaupt noch manchmal Festplatten benutzt haben, weil durch die großen Spiele der Platz auf den SSDs schnell knapp wird.
Ein kurzer Blogrückblick auf 2025
Traditionell schaue ich Ende des Jahres, wie sich der Blog geschlagen hat.
125 Artikel habe ich dieses Jahr geschrieben, inklusive der Linksammlung, den Blogwochenartikeln und den letzten Artikeln der Bondreihe, aber ohne diesmal auch entstandenen Entwürfen für Artikel fürs nächste Jahr. Das sind etwas weniger als letztes Jahr (133); aber klar mehr als mein Ziel, nämlich montags einen normalen Artikel und freitags die Linksammlung zu veröffentlichen.
Die drei längsten Artikel waren (gezählt in der Datenbank, daher samt internem Markup):
- Die Designprinzipien SOLID - Erklärung, Einordnung und Kritik (26846 Zeichen)
- Die Suche nach einem wirklich praktischen Reisecomputer (25585 Zeichen)
- Rettet Mass Effect 3 als Legendary Edition das misslungene Trilogieende? (23354 Zeichen)
Das passt. Der Artikel zu SOLID enthielt viele Erklärungen (und viel mitgezählten Code), die Reisecomputerliste umfasste viele Optionen und zu Mass Effect 3 spukten mir seit Jahren Gedanken im Kopf herum, die in den Artikel wandern mussten. Überraschend ist für mich, dass all diese Artikel länger sind als der längste im letzten Jahr (der hatte nur 18343 Zeichen). Ich hatte wohl trotz des kleinen menschlichen Wesens etwas mehr Zeit.
Die Themenwahl dieses Jahr zeigt, dass der Informatikartikel ein Ausreißer war:
- Spiele: 18 Artikel
- Medien: 14 Artikel
- Linux: 13 Artikel
- Technikzeugs: 10 Artikel
- about: 9 Artikel
- Code: 6 Artikel
- HCI: 4 Artikel
- Informatik: 2 Artikel
- Textformen: 2 Artikel
- Zeitgeschehen: 2 Artikel
Denn die Kategorie wurde mit am seltensten bedient. Sogar über Usabilitythemen schrieb ich häufiger, die andere Kategorie, die ich früher nur selten füllte. Beherrscht wurde der Blog wieder wie üblich von Spielen, Filmen und Serien. Aber ich freue mich, dass die anderen Themen nicht ganz untergingen – hier waren die Blogwochen kein schlechter Einfluss.
Ein Rekord waren die 350 Kommentare, davon 162 von mir. Letztes Jahr gab es insgesamt nur 199. Insgesamt wuchs die Kommentartabelle um 481 Zeilen, also mit (auch internen) Linkbacks. Ich glaube hier sieht man den Einfluss von UberBlogr und der Blogwochen, was beides willkommenerweise Kommentare hereinbrachte.
Die meistkommentierten Artikel widersprechen der These allerdings:
- GrapheneOS ist ein gefährlicher Kult (26)
- DivestOS eingestellt! Alternativen für Nutzer (23)
- Die Suche nach einem wirklich praktischen Reisecomputer (20)
Insbesondere der Artikel zu GrapheneOS wurde eher über Mastodon verteilt, zu DivestOS war die Quelle wahrscheinlich Google, der Reisecomputer (Linux nutzend) passte bei OSBN.
GrapheneOS ist ein gefährlicher Kult war wohl auch mein Lieblingsartikel dieses Jahr (eine neue Kategorie im Rückblick!). Ich denke, er war einfach wichtig, weil er gefährliches und unverantwortliches Verhalten der Projektmitglieder sichtbar machte, was vorab fast komplett unbeachtet blieb. Natürlich gab es dafür Kritik von den als Sektenmitgliedern bezeichneten, aber es gab auch viel Zuspruch – und sogar sinnvolle konstruktive Kritik, was das angemessene Verpacken mancher schwieriger Details anging, der ich direkt folgte. Insgesamt war das spannend.
Die Platzierung in der Suchmaschine war seltsam. Seht selbst: