Microsoft Surface Pro 4 Test:
Selbst perfekte Tablets haben Macken

Windows Hello

Eine der Neuerungen, durch die sich das Surface Pro 4 grunds�tzlich von seinem Vorg�nger abhebt, ist die Integration einer Infraraot-Kamera und -LED, um auf diese Weise den Nutzer anhand seines Gesichts sicher anzumelden. Man kommt theoretisch ohne klassische PIN oder Passw�rter aus, denn man braucht sich eigentlich nur vor das Ger�t zu setzen, in dessen Richtung zu schauen, und schon ist man nach k�rzester Zeit angemeldet.

In der Praxis funktioniert dies anders als bei den neuen Lumias bereits �berragend gut. Hat man das mit der Windows Hello genannten Plattform zum Sicheren Log-In verkn�pfte System ausreichend trainiert, erkennt die Kombination aus Infrarot- und normaler Front-Kamera den Nutzer sehr zuverl�ssig. Dabei wird anders als bei den Lumia-Smartphones beim Surface Pro 4 nicht die Iris des Anwenders, sondern sein Gesicht als Grundlage der biometrischen Daten zur Entsperrung des Ger�ts verwendet. Microsoft Surface Pro 4Das Surface Pro 4 hat zus�tzlich eine Infrarot-Kamera und eine entsprechende LED Um das System zu nutzen, muss zun�chst grunds�tzlich eine PIN hinterlegt werden, die bei Nichterkennung eingegeben werden kann, um das Ger�t dennoch entsperren zu k�nnen. S�mtliche zur Anmeldung erfassten Daten, auch zum Gesicht des Anwenders, verlassen das jeweilige Ger�t �brigens grunds�tzlich nie, sondern werden sicher lokal gespeichert, so dass sie auch vor dem Zugriff durch Malware gesch�tzt sein sollen. Die Einrichtung ist nach Eingabe der PIN eigentlich extrem simpel. Der Anwender muss lediglich einige Sekunden auf das Surface Pro 4 blicken und schon sind die Daten erfasst und das Anmelden per Gesichtserkennung m�glich.

Wer will kann das System auch noch ein wenig trainieren bzw. die Sicherheit steigern. Dazu muss man erneut ein paar Sekunden auf das Ger�t schauen und dabei den Anweisungen auf dem Display Folge leisten - und den Kopf nach links und rechts gedreht halten. Offensichtlich werden dabei einige weitere Merkmale des Kopfes erfasst, um so zus�tzliche Daten zu haben, anhand derer der Nutzer eindeutiger zu identifizieren ist. Hat man dies aktiviert, muss man auch bei jedem k�nftigen Log-In kurz "mit dem Kopf sch�tteln", bevor Windows Hello den Zugang zum Surface Pro 4 freigibt.

Ist alles eingerichtet, braucht man sich im Grunde nur noch vor das Surface zu setzen und das Ger�t aus dem Standby zu holen. Der Lockscreen erscheint und das animierte "Auge" am oberen Rand des Displays schaut sich nach dem Nutzer um. Normalerweise sollte es kaum mehr als eine Sekunde dauern, bis der Anwender per Gesichtserkennung eingeloggt ist - es vergeht also weniger Zeit beim Entsperren des Ger�ts auf diesem Weg als bei der Eingabe eines Passworts oder einer PIN und selbst der weitere Teil des Hochfahrens dauert f�r gew�hnlich l�nger als der Anmeldevorgang.

Da Infrarot-Technik verwendet wird, funktioniert die Anmeldung auch in vollst�ndiger Dunkelheit - schlie�lich ist die IR-Kamera nicht auf Umgebungslicht angewiesen.

Display

Das neue Display des Surface Pro 4 ist ein IPS-Panel, bei dem man auf eine m�glichst geringe Bauh�he setzt. Der komplette Aufbau aus LCD-Panel, Touchscreen und Glasabdeckung ist in einem St�ck gefertigt, weist aber eine Besonderheit auf. Microsoft integriert eine Technologie, die man PixelSense nennt und daf�r sorgen soll, dass sich das Display in seinem Verhalten jeweils an das verwendete Eingabeger�t anpasst.

PixelSense nutzt die Hintergrundbeleuchtung und einen speziellen, G5 genannten Prozessor um zu erkennen, ob man mit dem Finger tippt oder den Stylus verwendet. Das Licht wird vom jeweiligen Eingabeobjekt reflektiert und dann analysiert, um zu ermitteln, um was es sich handelt. Microsoft verspricht, dass die �ber den Touchscreen erfolgenden Eingaben so jeweils optimiert werden. Dass das Streben nach einer m�glichst flachen Bauweise auch seine Nachteile hat, zeigt sich beim Stylus, doch dazu sp�ter mehr.
Microsoft Surface Pro 4Display im Surface Pro 4
Die auf 2736x1824 Pixel gestiegene Aufl�sung ist wie die 12,3 Zoll gewachsene Diagonale nat�rlich sehr zu begr��en. Die hohe Pixeldichte sorgt daf�r, dass alle Inhalte gestochen scharf erscheinen, auch wenn hier noch lange nicht das gleiche Niveau erreicht wird wie bei Smart­phones. Mit seinem 3:2-Format ist das Display des Surface Pro 4 hervorragend zum Surfen im Web geeignet, genauso wie man im Portr�t-Modus bequem durch PDFs bl�ttern kann, weil sie in dieser Gr��e wirken, als h�tte man sie auf Papier ausgedruckt.

Skalierungsprobleme vorprogrammiert - aber tolles Display!

Etwas problematisch ist, dass die Skalierung von Bildschirminhalten unter Windows 10 noch immer nicht ganz optimal erfolgt, was aber teilweise von der verwendeten Software abh�ngig ist. L�sst man die Skalierung auf 100 Prozent, werden Taskleiste, Schriften und der Rest der UI verschwindend klein dargestellt, auch wenn dann die Qualit�t am besten ist. Bei Smartphones mag die Skalierung inzwischen weitestgehend problemlos gelingen, unter Windows 10 ist dieses Thema aber noch lange nicht vollends abgehandelt.

Hinzu kommt, dass die Display-Treiber des Surface Pro 4 nicht sonderlich gut mit dem Betrieb in Verbindung mit einem weniger hochaufl�senden externen Display klarkommen. Vor allem wenn man zum Beispiel h�ufiger den Arbeitsplatz wechselt und dabei das externe Display abtrennt oder wieder anschlie�t, hakelt es bei der Verwendung unterschiedlicher Skalierungseinstellungen auf internem und externem Display durchaus. Das Surface Pro 4 zeigt dann gerade die Windows-Oberfl�che hin und wieder in fehlerhafter Skalierung und Darstellung an. Microsoft Surface Pro 4Das Display ist allzeit gut ablesbar Was die Bildqualit�t angeht, liefert das Microsoft Surface Pro 4 wiederum hervorragende Ergebnisse. Das Panel leuchtet mit rund 400 Candela nicht nur sehr hell, sondern bietet auch eine praktisch nicht vorhandene Blickwinkelabh�ngigkeit. Man kann von allen Seiten problemlos auch aus sehr spitzen Winkeln darauf schauen und erkennt alle Inhalte weiterhin ohne Farbverf�lschungen. Es ist zudem sehr gleichm��ig ausgeleuchtet. Der Kontrast ist mit einem Wert von fast 1500:1 sehr hoch und auch h�her als beim Vorg�nger, so dass Schwarz auf dem Panel auch fast vollkommen schwarz wiedergegeben wird.

Auch die weiteren Daten sind weitestgehend sehr gut, denn das Panel deckt fast 100 Prozent des sRGB-Farbraums ab - beim AdobeRGB-Farbraum hinkt man aber gegen�ber den Displays anderer Tablets etwas hinterher. Das Panel ist somit nur begrenzt f�r Fotografen mit dem Ziel einer Verwendung von Bildern f�r den Druck geeignet, die maximalen Wert auf einen m�glichst gro�en Farbraum legen. Den meisten Nutzern d�rfte dies jedoch herzlich gleichg�ltig sein, denn die Farben werden hier allgemein durchaus ausgewogen dargestellt und man muss die Werkseinstellungen normalerweise nicht ver�ndern.

Wer sein Surface Pro 4 auch zum Filmkonsum verwendet, muss nat�rlich damit leben, dass oberhalb und unterhalb der meist im 16:9- oder gar 21:9-Format vorhandenen Videoinhalte schwarze R�nder bleiben.

Nutzt man das Ger�t in dunklen R�umen, um zum Beispiel im Bett noch eine Serienfolge zu schauen, k�nnen Lichth�fe am Rand erkennbar werden, weil hier manchmal die Hintergrund­beleuchtung durchscheint.


Bei unserem aus der normalen Massenfertigung stammenden Testger�t war am unteren Rand durchaus eine st�rkere Bildung von Lichth�fen zu beobachten. Im Alltag f�llt dies nat�rlich nur in den seltensten F�llen ins Gewicht, zumal die Display-Helligkeit beim Betrachten in dunkler Umgebung ohnehin meist stark heruntergeregelt wird und dies auch die Helligkeit der Lichth�fe reduziert.

Im Freien ist das Panel des Surface Pro 4 wegen des hohen Kontrasts und der recht starken Leuchtkraft meist gut ablesbar. Man muss nat�rlich damit leben, dass wir es hier mit einer Abdeckung aus sehr d�nnem Spezialglas zu tun haben, die durchaus reflektiert.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterst�tzen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterst�tzen: Vielen Dank!