Hubble entdeckt Galaxie, die fast nur aus schwarzer Materie besteht
Lichtschwach, sternenleer und extrem massereich: Die Galaxie CDG-2 widerspricht dem gewohnten Bild kosmischer Nachbarn. Wo Astronomen nur lose Sternhaufen vermuteten, verbirgt sich fast nur Dunkle Materie.
Es unterscheidet sich damit signifikant von den meisten bisher bekannten kosmischen Strukturen: In gew�hnlichen Galaxien wie der Milchstra�e liegt das Verh�ltnis von Dunkler zu sichtbarer Materie bei etwa f�nf zu eins. Bei CDG-2 dominiert die unsichtbare Substanz jedoch fast vollst�ndig.
Das System ist extrem lichtschwach und �hnelt eher einem kosmischen Gespenst als einer klassischen Spiralgalaxie. Ohne die dichten Sternhaufen, die wie Bojen im dunklen Meer wirken, w�re das Objekt f�r die Wissenschaftler praktisch unauffindbar geblieben.
Die Best�tigung der Struktur gelang durch die Kombination von Daten verschiedener Observatorien. Wie das Hubble Teleskop dokumentierte, zeigten statistische Analysen ein schwaches Glimmen um die Sternhaufen. David Li von der University of Toronto erkl�rte, dass das die erste Galaxie sei, die ausschlie�lich durch ihre Kugelsternhaufen aufgesp�rt wurde.
Unter konservativen Annahmen repr�sentieren die vier Cluster die gesamte Kugelsternhaufen-Population des Systems.
Dieses Bild der dunklen Galaxie CDG-2 wurde von der ACS (Advanced Camera for Surveys) des Hubble-Weltraumteleskops aufgenommen, erg�nzt durch Daten der Euclid-Weltraummission der Europ�ischen Weltraumorganisation.
Die Entdeckung liefert neue Erkenntnisse zu CDG-1. Dabei handelt es sich um einen weiteren Kandidaten, der nun m�glicherweise als noch extremeres Gegenst�ck ohne jegliche Sterne au�erhalb seiner Cluster eingestuft wird. Kugelsternhaufen erweisen sich somit als wichtige Werkzeuge f�r Astronomen. Die in den Astrophysical Journal Letters ver�ffentlichten Ergebnisse best�tigen, dass sie als verl�ssliche Indikatoren dienen, um die schwer fassbaren Objekte im Kosmos zu kartieren.
Was denkt ihr �ber die Existenz solcher Geister-Galaxien aus Dunkler Materie? Haltet ihr noch extremere Objekte ohne jegliche Sterne f�r m�glich? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
Geister-Galaxie im Perseus-Haufen
Forscher machten im rund 300 Millionen Lichtjahre entfernten Perseus-Galaxienhaufen eine bizarre Entdeckung. Was bislang als lose Ansammlung von vier Kugelsternhaufen galt, ist in Wahrheit das sichtbare Ger�st einer massiven Dunklen Galaxie. Das neu identifizierte System mit der Bezeichnung CDG-2 besteht zu 99 Prozent aus Dunkler Materie.Es unterscheidet sich damit signifikant von den meisten bisher bekannten kosmischen Strukturen: In gew�hnlichen Galaxien wie der Milchstra�e liegt das Verh�ltnis von Dunkler zu sichtbarer Materie bei etwa f�nf zu eins. Bei CDG-2 dominiert die unsichtbare Substanz jedoch fast vollst�ndig.
Das System ist extrem lichtschwach und �hnelt eher einem kosmischen Gespenst als einer klassischen Spiralgalaxie. Ohne die dichten Sternhaufen, die wie Bojen im dunklen Meer wirken, w�re das Objekt f�r die Wissenschaftler praktisch unauffindbar geblieben.
Die Best�tigung der Struktur gelang durch die Kombination von Daten verschiedener Observatorien. Wie das Hubble Teleskop dokumentierte, zeigten statistische Analysen ein schwaches Glimmen um die Sternhaufen. David Li von der University of Toronto erkl�rte, dass das die erste Galaxie sei, die ausschlie�lich durch ihre Kugelsternhaufen aufgesp�rt wurde.
Unter konservativen Annahmen repr�sentieren die vier Cluster die gesamte Kugelsternhaufen-Population des Systems.
Dieses Bild der dunklen Galaxie CDG-2 wurde von der ACS (Advanced Camera for Surveys) des Hubble-Weltraumteleskops aufgenommen, erg�nzt durch Daten der Euclid-Weltraummission der Europ�ischen Weltraumorganisation.
Struktur und fehlende Sterne
Wissenschaftler vermuten, dass CDG-2 in der Vergangenheit durchaus normale Sterne bildete. Durch gravitative Wechselwirkungen mit anderen massereichen Galaxien im Perseus-Haufen wurde das sternbildende Gas jedoch wahrscheinlich entrissen. Ohne Gas kommt die Sternentstehung zum Erliegen. Zur�ck blieb das stabile Halo aus Dunkler Materie. Lediglich die stark gebundenen Kugelsternhaufen konnten den massiven Gezeitenkr�ften widerstehen.Hubble Weltraumteleskop: Geschichte und Meilensteine
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1990
24. April 1990Start und Aussetzen von Hubble in die Erdumlaufbahn
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1993
Dezember 1993Erste gro�e Reparaturmission (Korrektur des Spiegelfehlers)
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1995
1995Aufnahme des legend�ren "Hubble Deep Field" - erste Tiefenaufnahme ferner Galaxien des fr�hen Universums
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1998
1998-2009Weitere Wartungsmissionen (Instrumente-Upgrades, Lebensverl�ngerung)
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2016
2016Rekord: �ber eine Million wissenschaftliche Beobachtungen mit Hubble
Einblick in das dunkle Universum
Die verbliebenen Sternhaufen machen etwa 16 Prozent der gesamten Leuchtkraft aus. Insgesamt entspricht die Helligkeit der Galaxie nur noch der von sechs Millionen sonnen�hnlichen Sternen. Das ist ein geringer Wert f�r eine galaktische Struktur der Ausdehnung. Die Kombination aus Weltraumteleskopen wie Hubble und Euclid sowie bodengebundenen Observatorien wie dem Subaru-Teleskop war entscheidend, um die feinen Details aufzul�sen.Die Entdeckung liefert neue Erkenntnisse zu CDG-1. Dabei handelt es sich um einen weiteren Kandidaten, der nun m�glicherweise als noch extremeres Gegenst�ck ohne jegliche Sterne au�erhalb seiner Cluster eingestuft wird. Kugelsternhaufen erweisen sich somit als wichtige Werkzeuge f�r Astronomen. Die in den Astrophysical Journal Letters ver�ffentlichten Ergebnisse best�tigen, dass sie als verl�ssliche Indikatoren dienen, um die schwer fassbaren Objekte im Kosmos zu kartieren.
Was denkt ihr �ber die Existenz solcher Geister-Galaxien aus Dunkler Materie? Haltet ihr noch extremere Objekte ohne jegliche Sterne f�r m�glich? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Was ist die Dunkle Galaxie CDG-2?
CDG-2 (Candidate Dark Galaxy 2) ist eine neu entdeckte Galaxie, die zu 99 Prozent aus Dunkler Materie besteht. Sie befindet sich im Perseus-Galaxienhaufen, rund 245 bis 300 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Im Gegensatz zu normalen Galaxien, in denen Dunkle Materie die sichtbare Materie im Verh�ltnis 5:1 �berwiegt, ist CDG-2 nahezu unsichtbar und extrem lichtschwach.
Die Helligkeit von CDG-2 entspricht lediglich der von etwa sechs Millionen sonnen�hnlichen Sternen - ein Bruchteil dessen, was selbst kleine Galaxien normalerweise aufweisen. Damit gilt CDG-2 als eine der am st�rksten von Dunkler Materie dominierten Galaxien, die je beobachtet wurden. Die Ergebnisse wurden in den Astrophysical Journal Letters ver�ffentlicht.
Die Helligkeit von CDG-2 entspricht lediglich der von etwa sechs Millionen sonnen�hnlichen Sternen - ein Bruchteil dessen, was selbst kleine Galaxien normalerweise aufweisen. Damit gilt CDG-2 als eine der am st�rksten von Dunkler Materie dominierten Galaxien, die je beobachtet wurden. Die Ergebnisse wurden in den Astrophysical Journal Letters ver�ffentlicht.
Wie wurde CDG-2 �berhaupt entdeckt?
Die Entdeckung gelang �ber einen cleveren Umweg: Das Forscherteam um David Li von der University of Toronto suchte gezielt nach eng beieinanderliegenden Kugelsternhaufen (Globular Clusters), die auf eine verborgene Galaxie hindeuten k�nnten. Das Hubble-Weltraumteleskop identifizierte vier solcher Kugelsternhaufen im Perseus-Haufen.
Anschlie�end kombinierten die Astronomen Daten von Hubble, dem ESA-Weltraumteleskop Euclid und dem japanischen Subaru-Teleskop auf Hawaii. Dabei zeigte sich ein extrem schwaches Leuchten rund um die Kugelsternhaufen - der Beweis f�r eine nahezu unsichtbare Galaxie dahinter. CDG-2 ist die erste Galaxie, die ausschlie�lich �ber ihre Kugelsternhaufen-Population nachgewiesen wurde.
Anschlie�end kombinierten die Astronomen Daten von Hubble, dem ESA-Weltraumteleskop Euclid und dem japanischen Subaru-Teleskop auf Hawaii. Dabei zeigte sich ein extrem schwaches Leuchten rund um die Kugelsternhaufen - der Beweis f�r eine nahezu unsichtbare Galaxie dahinter. CDG-2 ist die erste Galaxie, die ausschlie�lich �ber ihre Kugelsternhaufen-Population nachgewiesen wurde.
Was genau ist Dunkle Materie?
Dunkle Materie ist eine unsichtbare Form von Materie, die nicht mit elektromagnetischer Strahlung - also Licht - wechselwirkt. Sie l�sst sich weder sehen noch direkt messen. Ihre Existenz wird aus gravitativen Effekten abgeleitet: Sie beeinflusst die Bewegung sichtbarer Materie und die Kr�mmung von Licht.
In normalen Galaxien macht Dunkle Materie etwa 80 bis 85 Prozent der Gesamtmasse aus und bildet dichte Kerne sowie ausgedehnte Halos, die weit �ber die sichtbaren Sterne und Gaswolken hinausreichen. Woraus Dunkle Materie genau besteht, ist nach wie vor eines der gr��ten ungel�sten R�tsel der Physik.
In normalen Galaxien macht Dunkle Materie etwa 80 bis 85 Prozent der Gesamtmasse aus und bildet dichte Kerne sowie ausgedehnte Halos, die weit �ber die sichtbaren Sterne und Gaswolken hinausreichen. Woraus Dunkle Materie genau besteht, ist nach wie vor eines der gr��ten ungel�sten R�tsel der Physik.
Warum hat CDG-2 kaum Sterne?
Die Forscher vermuten, dass CDG-2 urspr�nglich durchaus sternbildendes Gas besa�. Durch gravitative Wechselwirkungen mit anderen Galaxien im dicht besiedelten Perseus-Haufen wurde dieses Gas jedoch im Laufe der Zeit abgestreift - ein Prozess, der als Tidal Stripping bekannt ist.
�brig blieben die Dunkle Materie und die vier Kugelsternhaufen, die dank ihrer extrem dichten Sternpackung den gravitativen Gezeitenkr�ften widerstehen konnten. Diese Kugelsternhaufen machen laut der Studie rund 16 Prozent der gesamten sichtbaren Helligkeit von CDG-2 aus - sie sind praktisch die letzten �berbleibsel einer einst gr��eren Galaxie.
�brig blieben die Dunkle Materie und die vier Kugelsternhaufen, die dank ihrer extrem dichten Sternpackung den gravitativen Gezeitenkr�ften widerstehen konnten. Diese Kugelsternhaufen machen laut der Studie rund 16 Prozent der gesamten sichtbaren Helligkeit von CDG-2 aus - sie sind praktisch die letzten �berbleibsel einer einst gr��eren Galaxie.
Was bedeutet die Entdeckung?
Die Entdeckung von CDG-2 hat weitreichende Bedeutung f�r unser Verst�ndnis von Galaxienentwicklung und Dunkler Materie. Sie zeigt, dass Galaxien existieren k�nnen, die fast vollst�ndig aus Dunkler Materie bestehen und nur minimale Spuren sichtbarer Materie aufweisen. Das stellt bisherige Modelle der Galaxienentstehung vor neue Herausforderungen.
Zudem etabliert die Studie eine neue Nachweismethode: Kugelsternhaufen als "Leuchtfeuer" f�r unsichtbare Galaxien. Damit k�nnten k�nftig weitere Dunkle Galaxien aufgesp�rt werden, was helfen w�rde, die Verteilung und Eigenschaften von Dunkler Materie im Universum besser zu kartieren.
Zudem etabliert die Studie eine neue Nachweismethode: Kugelsternhaufen als "Leuchtfeuer" f�r unsichtbare Galaxien. Damit k�nnten k�nftig weitere Dunkle Galaxien aufgesp�rt werden, was helfen w�rde, die Verteilung und Eigenschaften von Dunkler Materie im Universum besser zu kartieren.
Was sind Kugelsternhaufen?
Kugelsternhaufen (englisch Globular Clusters) sind kugelf�rmige, extrem dichte Ansammlungen von Sternen, die gravitativ aneinander gebunden sind. Ein einzelner Kugelsternhaufen kann Hunderttausende bis Millionen von Sternen enthalten. In Spiralgalaxien wie unserer Milchstra�e befinden sie sich �berwiegend im sogenannten galaktischen Halo.
Ihre Entstehung und ihre genaue Rolle bei der Entwicklung von Galaxien sind noch nicht vollst�ndig gekl�rt. Im Fall von CDG-2 erwiesen sie sich als entscheidend: Weil sie so dicht gepackt sind, �berstanden sie die gravitativen Kr�fte, die der Galaxie ihre Sterne und ihr Gas entrissen - und wurden so zu den einzigen sichtbaren Spuren einer ansonsten unsichtbaren Galaxie.
Ihre Entstehung und ihre genaue Rolle bei der Entwicklung von Galaxien sind noch nicht vollst�ndig gekl�rt. Im Fall von CDG-2 erwiesen sie sich als entscheidend: Weil sie so dicht gepackt sind, �berstanden sie die gravitativen Kr�fte, die der Galaxie ihre Sterne und ihr Gas entrissen - und wurden so zu den einzigen sichtbaren Spuren einer ansonsten unsichtbaren Galaxie.
Zusammenfassung
- Hubble entdeckt eine Galaxie, die zu 99 Prozent aus Dunkler Materie besteht
- CDG-2 liegt im rund 300 Millionen Lichtjahre entfernten Perseus-Haufen
- Vier Kugelsternhaufen dienten als einzige sichtbare Hinweise auf CDG-2
- Das Verh�ltnis von Dunkler zu sichtbarer Materie ist extrem ungew�hnlich
- Gravitationskr�fte anderer Galaxien entrissen CDG-2 das sternbildende Gas
- Die Helligkeit entspricht nur sechs Millionen sonnen�hnlichen Sternen
- Kugelsternhaufen gelten nun als wichtige Werkzeuge f�r die Kartierung
Siehe auch:
- Mysteri�se rote Punkte: Meldungen zu James-Webb-Funden falsch?
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