und es ist ja nicht so

dass man nicht eigentlich schon immer so ist wie man eben ist wie. ich bin keine unbekannte in meiner familie mit meiner art zu denken und zu handeln. und die sich von jeher sehr unterschieden hat von den 2, 3, 4 anderen menschen in meiner familie. ich erinnere abendbrotessen in denen ich belächelt wurde für erzählungen meiner belegten studienfächer, „ach, gewaltfreies töpfern auf malle oder was!?“ und ja haha super scherz, ich lachte meistens mit. was hätte ich sagen sollen, little they now. meine zeit war noch nicht reif und es hat einen toten depressiven vater gebraucht und einen lebenden aber sehr fertigen und depressiven bruder damit verstanden wird, was mich ausmacht. wo meine stärken sind, dass die immer da waren, früh kultiviert. „wie schnell du menschen verstehst, wie sie ticken, was sie bewegt….“ ach. denke ich mir: mein 15 jähriges ich hat euch alle schon verstanden, als ihr selber noch dachtet, ihr ruled ze world. ich musste warten. ich möchte behaupten, ich wusste immer, das meine zeit kommt, nein das wusste ich nicht. ich dachte immer ok, dann bleibt das jetzt eben so – die da und ich hier. und vermutlich war es hilfreich, dass ich vor ein paar jahren einfach dachte „fuck off, dann ist das jetzt eben so.“

dass sich aber jetzt alles dreht, dass ich dinge gesagt bekomme, die ich vor jahren, ach was jahrzehnten gebraucht hätte zu hören, das verwundert selbst mich. damit umgehen kann ich schlecht. ich flüchte mich in abgrenzung, bloss nicht rankommen lassen.

ich muss in mich lächeln ob des bildes welches mir gespiegelt wird und kann es gleichzeitig nicht glauben – verschiedene anteile in mir switchen in sekundeschnelle umher zwischen siehste und echt jetzt und passt schon. der erwachsene teil denkt sich seinen teil. der kindliche triumphiert und genießt den späten sieg. zu spät, als dass das jetzt noch was bewirkt ausser ein kleines lächeln, welches ich mir nach dem telefonat im klospiegel zu werfe.

aber was alles in diesem lächeln steckt…..

the times they are a changing.