In Vuko Andrić & Bernward Gesang,
Handbuch Utilitarismus. Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg. pp. 57-66 (
2025)
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Abstract
Unter „negativem Utilitarismus“ versteht man eine Variante des Utilitarismus, die den moralischen Wert einer Handlung an dem Ausmaß bemisst, in dem diese dazu geeinget ist, Leiden unparteilich zu mindern. Je nach Spielart oder Variante des negativen Utilitarismus kommt anderen Gütern wie Glück oder Freude wenig bis gar kein Wert zu. Ebenso wie gegen den klassischen Utilitarismus wurden auch gegen den negativen Utilitarismus Einwände vorgebracht, welche seine Plausibilität und besonders seine Praktikabilität und Eignung als normatives Prinzip in Frage stellen. Eine nähere Betrachtung dieser Einwände macht deutlich, dass einige von ihnen nur gegen einige der Varianten des negativen Utilitarismus erhoben werden können und dass das negative utilitaristische Prinzip keineswegs so absonderlich ist, wie es insbesondere durch frühe Literatur zum Thema nahelegt wurde.