Signa: Peschorn mit Aufarbeitung weiter unzufrieden

Der Präsident der Finanzprokuratur, Wolfgang Peschorn, ist weiter unzufrieden mit der Aufarbeitung der Signa-Pleite rund um Rene Benko. „Ich sehe nach wie vor nicht, dass über die einzelnen Insolvenzverfahren von den Masseverwaltern die gemeinsamen Schritte unternommen werden, die notwendig sind, um nachvollziehen zu können, was Herr Benko mit seinen Helfern in den vergangenen Jahren gemacht hat“, kritisierte Peschorn in der „Kleinen Zeitung“ (Samstag-Ausgabe).

Nicht aufgeklärt werde zudem, zu welchen Vermögensverschiebungen, auch in Richtung der Stiftungen, es gekommen sei. „Es geht darum, den Sachverhalten nachzugehen, um diese rechtlich einordnen zu können“, so der „Anwalt der Republik“. Einmal mehr sprach sich Peschorn zudem für ein Gelb-Rot-Kartensystem bei Unternehmen aus, die keine Bilanz vorlegen. Vonseiten der Bundesregierung sei diesbezüglich „noch nichts in die Gänge gekommen“, stellte er fest.