Blog

Das Unwohlsein aushalten. Januar Edition.

am 7.1.2025 zum Thema „Autorinnenleben“

Dieses Jahr war ich schlau, ich holte die Tageslichtlampe schon im Oktober aus ihrem Exil im Abstellraum und stellte sie über dem Schreibtisch auf. Zwei Stunden Lichtdusche am Tag, das sollte doch neben all den anderen vernünftigen, gesunden Entscheidungen, die man so trifft, ausreichen?

Die Antwort ist ein frustriertes, eindeutiges Jein. Sicher hat’s geholfen. Aber trotzdem bemerkte ich an mir nach wie vor noch einige ungesunde Angewohnheiten, von denen ich mal eine rauspicken möchte: Mein Social-Media-Konsum. Und ja, es ist eher Konsum. Ich hab’s leider (oder zum Glück?) nie geschafft, mir zum Beispiel bei Instagram eine nennenswerte Followerschaft aufzubauen. Bei Twitter war ich damals gern aktiv, da hatte ich aber tatsächlich meine Blase. Bei Facebook fand sich die nie, und bei Instagram bleibt – auch wenn der Algorithmus mir keine radikalen Inhalte zeigt, habe ihn wohl gut erzogen – das Gefühl, dass 90% derer, die eine große Followerschaft haben, mir eben immer was verkaufen. Aber ist das als Geschäftsmodell nachhaltig? Ich fühlte mich nach Instagram immer schlecht. Klar, wir vergleichen uns, dies das Ananas.

Vor zwei Wochen habe ich Instagram deinstalliert. Auf dem Handy im Browser bin ich noch eingeloggt. Aber das ist umständlich und taugt höchstens, um ein- bis zweimal am Tag bei “meinen” Leuten vorbeizugucken. Komisch, aber: nach ein paar Tagen, die’s echt hart war (wer hier Entzug sagt, hat vermutlich recht), geht’s mir besser.

Und jetzt kommt diese Nachricht über den Ticker, dass Mark Zuckerberg einen Tag nachdem Donald Trump als zukünftiger Präsident der Vereinigten Staaten bestätigt wurde, ankündigt, dass er die Community Guidelines anpassen wird. Anpassen wie in “wir machen keinen Faktencheck mehr, Freedom of Speech, MAGA!”, und mir wird schlecht.

Könnte das bitte jemand in Europa verhindern? Und ganz grundsätzlich: Social Media hat für mich nichts mehr mit Social zu tun. Es gibt ein paar Ecken des Internets, in denen ich mich noch wohlfühle (Discord, Blusky, Mastodon), aber wieso wohl? Weil die Inhalte dort nicht vom Algorithmus getrieben werden. Na sowas. Ich erkenne einen Zusammenhang wenn ich ihn sehe.

Also alles auf Anfang? Zurück zum Bloggen, bei dem ich mich immer so wohl gefühlt habe? Damals (™)?

Mal sehen. Erst mal halte ich das Unwohlsein weiter aus, das man mit Blick auf die Welt bekommt. Aber es ist nicht mehr so zwingend, so erdrückend und wirkmächtig, seit ich Social Media reduziere.

Auch da erkenne ich einen Zusammenhang.

Cover Reveal: Die Glücksbäckerei am Meer

am 3.11.2023 zum Thema „Autorinnenleben“

Hurra, hurra, im Frühling gibt’s was Neues von mir! Nach “Die Inselhebamme” und “Die Inselschäferin” darf ich mit “Die Glücksbäckerei am Meer” wieder in den Kosmos um die Hebamme Nela zurückkehren.

Und darum geht’s:

Nur beim Backen ist Riekje wirklich glücklich und vergisst, dass sie sich selbst eigentlich nichts zutraut: Mit Herzenslust kreiert sie zartschmelzende Maccarons, Zimtschnecken mit köstlicher Glasur oder Limettenküchlein mit Baiserhaube. Ihren Traum zu leben und auf Norderney ein kleines Café zu eröffnen, würde sie niemals wagen.

Doch dann wird Riekje von ihrem Freund nach einem bösen Streit einfach vor die Tür gesetzt. Zum Glück kann sie fürs Erste bei dem charmanten Camper Yanis unterkommen, der wegen eines gebrochenen Beins Hilfe benötigt und im Austausch dafür einen Schlafplatz in seinem alten Van anbietet. Bei langen Gesprächen mit Blick aufs abendliche Meer kommen sich die beiden näher, und Yanis bestärkt Riekje in ihrem Traum.

Alles könnte perfekt sein – wäre da nicht diese eine Sache, über die Yanis nicht die Wahrheit gesagt hat …

Mit der Glücksbäckerei kehre ich nicht nur nach Norderney zurück und wir sehen Nela und Ruth wieder. Es wird auch ein richtiger Wohlfühlroman, mit Happy-End-Garantie und zum Wegträumen. Nix Aufregendes, einfach Buch in die Hand nehmen und abschalten. Ich hoffe, das ist das richtige Buch für euch in diesen besch…werlichen Zeiten.

Und hier, der Vollständigkeit halber, das hübsche Cover: