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online seit 26.11.2025

So erkennen Sie Fake-Apotheken wie grazapotheke.com

Mit Beginn der Erkältungssaison steigt die Nachfrage nach Onlineapotheken. Doch neben seriösen Anbietern tummeln sich auch gefährliche Fälschungen im Netz. Ein Beispiel ist grazapotheke.com, die rezeptpflichtige Medikamente scheinbar frei verkauft.

Website der betrügerischen Onlineapotheke grazapotheke.com.

Auf den ersten Blick wirkt die vermeintliche Versandapotheke grazapotheke.com überraschend professionell. Der heimisch klingende Name, das professionelle Design und die Profile von angeblichen Pharmazeut:innen hinterlassen zunächst einen vertrauenswürdigen Eindruck.

Doch beim genaueren Hinsehen zeigt sich schnell, dass der Schein trügt: Zahlreiche rezeptpflichtige Arzneimittel werden offen beworben, ohne jeden Hinweis auf die notwendige ärztliche Verschreibung. Selbst hochwirksame und streng kontrollierte Krebsmedikamente lassen sich problemlos in den Warenkorb legen.

Ist das erlaubt?

Natürlich nicht. In Österreich sowie in der gesamten EU unterliegen Apotheken und der Versandhandel mit Medikamenten strengen gesetzlichen Vorgaben. Die vermeintliche Apotheke existiert tatsächlich gar nicht. Auch die auf der Website dargestellten Bilder der Pharmazeut:innen wurden mit künstlicher Intelligenz generiert und sind frei erfunden. 

Werden die Waren geliefert?

Bei betrügerischen Online-Apotheken werden bestellte Produkte häufig gar nicht verschickt. Und falls doch ein Paket ankommt, müssen Konsument:innen mit wirkungslosen oder sogar gesundheitsschädlichen Fälschungen rechnen.

So bestellen Sie nicht bei betrügerischen Apotheken
  • Echtheit prüfen: Recherchieren Sie den Namen der Online-Apotheke im Internet, um Hinweise auf Betrug zu erkennen. Nutzen Sie zusätzlich offizielle Register wie apothekerkammer.at oder medizinfuchs.de, um geprüfte Anbieter zu finden.

  • EU-Sicherheitslogo: Von der EU zertifizierte Versandapotheken tragen das grün-weiße Sicherheitslogo. Beim Anklicken wird man auf eine offizielle Behördenseite weitergeleitet, auf der die Apotheke als registriert geführt wird.

  • Ungewöhnliche Angebote meiden: Werden rezeptpflichtige Medikamente ohne Rezept angeboten, ist das ein klares Warnsignal. Auch extrem niedrige Preise deuten häufig auf unseriöse Angebote hin.

  • Zahlungsarten überprüfen: Bietet die Website ausschließlich Kreditkartenzahlung an, sollten Sie misstrauisch werden. Seriöse Apotheken stellen normalerweise mehrere sichere Zahlungsmethoden zur Verfügung.

Ich habe bei einer betrügerischen Apotheke bestellt – was tun?
  • Bank kontaktieren: Melden Sie sich sofort bei Ihrer Bank und schildern Sie den Vorfall. Dort kann man prüfen, ob Ihre Karte gesperrt oder eine Rückbuchung eingeleitet werden muss.

  • Medikamente nicht einnehmen: Nehmen Sie das erhaltene Produkt auf keinen Fall ein, da Fälschungen gesundheitsschädlich sein können. Entsorgen Sie das Medikament fachgerecht, um kein Risiko einzugehen.

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