Direkt zum Inhalt
online seit 19.11.2025

Vorsicht: Kombinierte Phishing & Abo-Falle statt neuem iPhone 17 pro!

Das neueste iPhone – völlig kostenlos – direkt nach Hause geschickt! Gibt’s nicht? Gibt’s tatsächlich nicht! Hinter dem verlockenden Angebot versteckt sich in Wahrheit nichts anderes als eine Betrugs-Kombi aus Kreditkartendiebstahl und Abo-Falle.

iPhone-Test: So läuft der Betrug ab

Eine E-Mail von „Apple System“ verspricht eine einmalige Chance! Das neue iPhone 17 pro, kostenlos zugesendet, für eine ausgiebige Testung zu Hause. Alles, was es braucht, sind ein Klick auf einen Link und die Antworten auf ein paar wenige Fragen. Einfacher geht’s nicht.

„Hallo XXX,

Wir bitten um Entschuldigung, falls unsere vorherige E-Mail bezüglich Ihres kostenlosen iPhone nicht funktioniert hat. Der ursprüngliche Link zur Beanspruchung war aufgrund eines serverseitigen Cache-Fehlers vorübergehend inaktiv – das Problem ist nun behoben.

Ihr iPhone ist für Sie reserviert und wartet, aber dies ist das absolut letzte Zeitfenster.

Endgültige Frist: Sie müssen Ihr iPhone innerhalb von 24 Stunden über den neuen, aktiven Link unten beanspruchen.

KLICKEN SIE HIER, UM IHR iPhone 17 JETZT ZU BEANSPRUCHEN: XXX

Lassen Sie sich keinen technischen Fehler ein kostenloses iPhone kosten. Wir haben es repariert; jetzt müssen Sie es beanspruchen!“

Tatsächlich handelt es sich hier keineswegs um einen glücklichen Zufall, sondern um einen Phishing-Köder. Die Kriminellen haben es auf Kreditkartedaten abgesehen. Über den in der Mail integrierten Link gelangen potenzielle Opfer auf eine extra für die Masche gebaute Website.

Dort warten hochwertige Grafiken, das Apple-Logo und zahlreiche Erfahrungsberichte angeblicher anderer Teilnehmer:innen. Die Seite wirkt seriös, ist keineswegs überladen. Durchaus gut gemacht. Der Ablauf der Masche weist aber eindeutig auf die betrügerische Absicht hin.

  • Um das kostenlose iPhone 17 Pro zu beanspruchen, müssen zunächst sechs Fragen zur persönlichen Handy- bzw. Laptop-Nutzung beantwortet werden.

  • Ist das erledigt, geht es weiter zum Versand. Für diesen werde eine Verwaltungsgebühr von 3 Euro eingehoben – „zahlbar per Karte".

  • Wer hier seine Kreditkartendaten eingibt, übermittelt sie nicht nur direkt an die Kriminellen. Gleichzeitig schnappt eine Abo-Falle zu. 

Info Icon

Tatsächlich existieren diverse Testprogramme für neue technische Geräte verschiedenster Unternehmen. Dafür muss man sich allerdings bewusst bewerben, niemals erfolgt ein Anschreiben aus heiterem Himmel. 

iPhone-Test: Daran ist der Betrug zu erkennen

Auch wenn die Fake-Seite verhältnismäßig seriös wirkt, weisen sie und das Start-Mail deutliche Hinweise auf die Betrugsabsicht auf. Die wichtigsten Indizien:

  • Kein seriöses Unternehmen verlangt eine mittels Kreditkarte bezahlbare „Verwaltungsgebühr“ für die Zusendung kostenloser Artikel!

  • Auf der Website gibt es keinerlei Impressumsangaben oder Kontaktmöglichkeiten.

  • Die Domain wurde erst vor Kurzem registriert und hat überhaupt nichts mit Apple zu tun.

  • In der E-Mail wird zeitlicher Druck ausgeübt (24-Stunden-Zeitfenster).

  • Die Fotos der vermeintlich anderen Tester wurden von bestehenden Social-Media-Accounts oder anderen Webseiten gestohlen.

In die Falle getappt: Das können Sie jetzt tun!

Ein ungewolltes Abonnement und weitergegebene Kreditkarten-Infos: Die skizzierte Betrugsmasche kann am Ende des Tages ganz schön ins Geld gehen. Deshalb ist es wichtig, so rasch wie möglich zu handeln!

  • Kontaktieren Sie umgehend Ihren Kreditkartenanbieter und schildern Sie die Situation! Die Berater:innen wissen, was zu tun und ob eine Sperrung notwendig ist.

  • Wenn möglich, das abgeschlossene Abo sofort kündigen und dem Abschluss schriftlich widersprechen. Durch derartige Fallen kommt grundsätzlich kein rechtsgültiger Vertrag zustande.

  • Sollten weitere Forderungen oder gar Inkasso-Drohungen ins Haus flattern, widersprechen Sie auch diesen schriftlich!

  • Behalten Sie Ihr Konto in nächster Zeit besonders gut im Auge und achten Sie auf ungewöhnliche Bewegungen!

  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und bleiben Sie wachsam! Die Kriminelle werden eventuell versuchen, Sie mit anderen Betrugsmaschen zu ködern.

Link kopiert